Geschichte

Sreifzug durch die Geschichte Margarethens
Im Anschluss können sie einen schnelldurchlauf durch die Geschichte von Margarethen machen. Begeben sie sich auf eine kurze virtuelle Reise.

2004


Margarethen ist wieder bemüht seine Selbständigkeit zu erreichen. In der Gemeinde sind schon Tätigkeiten zur Trennung der beiden Ortschaften im Laufen.

20 Jhd.

Margarethen feiert sein 950 jähriges Jubiläum. Die Ortschaft hat sich im Laufe der Jahre zu einer Gewerbegemeinde eintwickelt. Leider wurde der älterste Schulstandort im Bezirk Bruck/Leitha aufgelöst. Dafür wurde im Ortsteil Enzerdorf eine neue Schule gebaut. Margarethten bekommt einen Kinderagrten. Die Orte Margarethen und Enzersdorf schließen sich zusammen und bilden eine gemeinsame Gemeinde mit Verwaltungssitz in Enzersdorf an der Fischa. In den Jahren von 1964 bis 1970 wird der Kanal gebaut und die Wasserversorgung hergestellt. Zur gleichen Zeit werden auch die Ackerflächen neu kommasiert und die Dänagen errichtet. Der Personenverkehr der Bahnlinie zwischen Fischamend und Mannersdorf wird eingestellt. Im Jahre 1956 nimmt Margarethen ca.1200 ungarische Flüchtlinge auf. Margarethen am Moos liegt bis ins Jahr 1955 in der sowjetischen Besatzungszone. In den Jahren 1944 und 1945 ist Margarethen schweren Boben- und Tieffliegerangriffen ausgesetzt, deren Ziel galt dem Militärfulgpaltz an der südl. Grenze zur Gemeinde Götzendorf. Während des 2. Weltkrieges sind bis zu 2000 Mann der deutschen Wehrmacht und der Luftwaffe bei uns stationiert. Die Soltaten sind in Barackensiedlungen untergebrachte, welche das Ortsbild bestimmen. Die Grenze "Groß Wiens" reicht 1938 bis an die Fischa (unsere Gemeindegrenze). Margarethen ist ab 1900 beliebte Sommerfrische der Wiener. Viele Bekannte Wiener, unter anderm die Hörbigers, verbrachten gerne Ihre Sommer in Margarethen. Hans, Alfred und Paul Hörbiger boten Ihre ersten Bühnenauftritte im Gasthaus Böheim, dzt. Margarethner Stub´n. Friedrich Gulda spielte auf unserer Orgel.

18.u. 19 Jhd.

In Margarethen entsteht das Postamt und das Telegrafenamt. Kurz nachdem das Schloss mit Strom versorgt wurde bekam auch Margarethen Strom. Für die damaligen Bedürfnisse der Bevölkerung, lieferten Generatoren am Fallbach ausreichend Strom. Die Ostbahn bring uns näher an die Hauptstadt Wien. Die Bahnverbindung Fischamend-Mannersdorf beschert Margarethen einen eigen Bahnhof. 1848 laufen die Bauern- und Bürgeraufstände bei uns recht ruhig ab. Margarethen verwaltet sich ab 1850 selbst, es wird ein Bürgermeister gestellt und ein Gemeinderat gegründet. Während den Franzosenkriegen haben wir die Einquatierung der französischen Soldaten und Offiziere zu dulden. Straßen zu den Nachbaortschaften entstehen. Unsere Wirtschaft wird von Indigofärbereien, einer Großspinnerein und einer eigenen Brauerei gestärkt. Ebenso tragen die ambulanten Gewerbe, wie Marktfahrer, zum Wohlstand bei.

16.u.17. Jhd.

Kurruzeneinfälle führen zu extremen Zerstörungen und zur Entvölkerung des Gebietes. Den Vormarsch der Türken gegen Wien hat Margarethen relativ unbeschadet überstanden. Die Religionskriege 1618 – 1648 brachten zwar Plünderungen ( Mansfeld), hatten aber keine nachhaltigen Auswirkungen. Der Zug von Matthias Corvinus gegen Wr. Neustadt wurde ebenfalls unbeschadet überstanden. Nach den Türkenkriegen 1529 jedoch mussten in unserer Ortschaft Kroaten angesiedelt werden um die leerstehenden Höfe wieder zu besiedeln.


14.u.15. Jhd.
Eine Ruhe- und Erholungsphase . Weitläufige Handelsverbindungen mit dem Königreich Ungarn, dem Herzogtum Steiermark und Wien werden gegründet. Alternativanbauten wie Reis, Indigo und Safran bringen vorübergehend gute Erträge.


 

12.u. 13. Jhd.

Ständige Grenzgefechte der Ungarn und der Böhmen lassen uns keine ruhige Minute. Die Neumark ( darin liegt Margarethen) wird von Ottokar – König von Böhmen eingenommen. Erbstreitigkeiten zwischen den Babenbergern und dem König von Ungarn machen Margarethen zum ständigen Schlachtfeld. Der Ausbau der Wehranlage ( Burg ) wird daher zügig vorangetrieben. Eine Wasserburg mit wehrhaftem Ring gegen Osten entsteht.


 

10.u. 11. Jhd.

Margarethen ist ein Ort in der Neumark. Margarethen ist ein Ort zur Verteidigung Ostarrichis gegen Osten, ohne zum Kernland Ostarrichi zugehörig zu sein. Die Babenberger haben die ursprünglich ungarische Wehranlage erobert. Das Königreich Ungarn hat seine Grenzen hinter die Leitha zurückgezogen. Der Habgier der Babenberger konnten die Ungarn nicht bestehen. Im 9. Jhdt. lag die Grenze des Königreiches Ungarn noch an der Melk.

Frühgeschichte  
1045 bestätigt eine Schenkungsurkunde den Bestand Margarethens. Grabfunde, vermutlich aus dem Bayernfeldzug gegen Ungarn 907 n. Chr., Funde von Awarengräbern am westl.. Rand von Margarethen, sowie deutliche Zeugnisse einer römischen Besiedelung ( Grabstein, Säulen, Römerstraße, etc. lassen den Schluss zu , dass Margarethen bereits in der Frühzeit eine bemerkenswerte Funktion an den damaligen Handelswegen hatte.


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